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Am 4. August ist der 150. Todestag des hl.
Pfarrers von Ars. Auch wenn er in diesem Jahr
des Priestertums in besonderer Weise den
Priestern als Vorbild eines erfüllten
Priesterseins vor Augen steht, so vermag er
nicht weniger alle Gläubigen mit seinem Eifer
zu entflammen. Er war einer der seine ganze
Existenz in die Waagschale geworfen hat, wenn
es darum ging zum Heil der Seelen zu wirken;
er gab sich nicht mit Halbheiten zufrieden. Er
wusste, dass alles auf dem Spiel steht:
„Seht, meine Kinder, wir müssen bedenken,
dass wir eine Seele haben, die wir retten
müssen, und eine Ewigkeit, die uns erwartet.
Die Welt, ihre Reichtümer, Vergnügungen und
Ehren werden vergehen; Himmel und Hölle werden
niemals vergehen. Seid deshalb wachsam!“
Papst Johannes Paul II.
hatte seine Lebensweise, ebenso wie jüngst
Papst Benedikt, vor Augen gestellt und über
ihn geschrieben:
„Das Geheimnis seiner Hochherzigkeit liegt
ohne Zweifel an seiner grenzenlos gelebten
Liebe zu Gott, mit der er ständig auf jene
Liebe antwortete, die sich im gekreuzigten
Herrn Jesus Christus offenbart hat. Dort
gründet sein sehnliches Verlangen, alles zu
tun, um die durch Christus zu einem so hohen
Preis erlösten Seelen zu retten und zur Liebe
Gottes zurückzuführen.“
Biographie des
hl. Pfarres von Ars – Jean-Marie Vianney in
Daten
8. Mai 1786 :
Jean-Marie Vianney wird in Dardilly, nahe
Lyon, als viertes von sechs Kindern geboren.
Seine Kindheit, die in die schwere Zeit der
Französischen Revolution fällt, verbringt er
auf dem Bauernhof des Vaters.
1806 : Vom Wunsch getragen, Priester zu werden, begann er seine Ausbildung
bei Hochwürden Balley im Pfarrhaus von Ecully.
23. Juni
1815 :
Nach langer Ausbildung voller Schwierigkeiten
wird er in Lyon zum Diakon geweiht.
13. August
1815 :
Seine Exzellenz, Msgr. Simon, weiht ihn in
Grenoble zum Priester. Es ergeht an ihn der
Ruf von Pfr. Balley in Ecully, wo er zum
Pfarrvikar ernannt wird.
13. Februar
1818 :
Er wird als Kaplan in die Kirchengemeinde von
Ars geschickt. 1821 : Ars erhält
Pfarreistatut und Jean-Marie Vianney wird zum
Pfarrer ernannt.
Ab 1822
beginnt er mit der Restaurierung und
Verschönerung der Kirche, einer Aufgabe, der
er bis zu seinem Tod nachgeht.
1823 wird das Bistum Belley wiedererrichtet. Die Pfarrei von Ars gehört nun
diesem Bistum an.
1824 eröffnet er das Haus der Vorsehung in der Absicht, dort eine kostenlose
Mädchenschule einzurichten; später wird es zu
einem Waisenhaus.
Gegen 1830 :
Der Pilgerstrom nach Ars beginnt. Die Anzahl
der Pilger und Beichtwilligen steigt bis zu
seinem Tod stetig an. Der Pfarrer von Ars kann
seine Pfarrei praktisch nicht mehr verlassen;
er befasst sich ausschließlich mit den
Pfarrkindern und Pilgern.
1843 : Schwere Krankheit des heiligen Pfarrers, die dem ersten
„Fluchtversuch“ aus Ars vorangeht. Er wird
weitere drei Fluchtversuche unternehmen, da er
sich der großen Sendung, die er als Pfarrer
hat sowie seiner Schwächen, bewusst ist.
1849 gründet er die Knabenschule, die er den Brüdern der Heiligen Familie
von Belley anvertraut.
Ab 1853 :
Ein Team von bistumseigenen Missionaren kommt
zur Aushilfe. Der heilige Pfarrer ist ein
„Gefangener” des Beichtstuhls geworden und
wird von den Pilgern regelrecht bestürmt.
1858 zählt man in Ars etwa 100.000 Pilger. Der Pfarrer von Ars verbringt bis
zu 17 Stunden am Tag im Beichtstuhl.
4. August
1859 :
Gegen zwei Uhr morgens stirbt der Pfarrer von
Ars erschöpft in seinem Pfarrhaus.
8. Januar
1905 :
Seligsprechung durch Papst
Pius X.; er wird zum “Schutzpatron der
Priester Frankreichs” ernannt.
31. Mai 1925 :
Heiligsprechung durch Papst
Pius XI.
1929 : Von Papst Pius XI. zum „Schutzpatron aller Pfarrer des Erdkreises”
ernannt.
1959 :
Enzyklika
Sacerdotii nostri primordia
(frz.)
Johannes XXIII. über den Hl. Pfarrer von
Ars zum 100. Todestag
6. Oktober
1986 :
Papst
Johannes Paul II. begibt sich auf eine
Pilgerreise nach Ars.
19. Juni
2009:
Papst Benedikt XVI. eröffnet ein „Jahr
des Priestertums“, anlässlich des 150.
Todestages des Hl. Pfarrers von Ars.
(Quelle:
www.kathpedia.com) |